Gefördert von der Filmstiftung NRW: Die Lichtburg in Essen
Qualität setzt sich durch: Nach dem Ende des Multiplex-Boom sind es heute gerade die kleinen engagierten Filmtheater, die mit anspruchs-vollem Programm ihre Besucher- zahlen wieder steigern können. Durch den Modernisierungsschub, den die Multiplexe der gesamten Kinobranche gebracht haben, können auch sie nicht nur mit ihren Filmen, sondern auch mit ihrem technischen Standards und ihrem Service überzeugen. Hier zahlt sich die langfristige Unterstützung gerade dieser Filmtheater durch die Kinoförderung der Filmstiftung NRW aus. Betreiber von Filmtheatern in NRW können Zuschüsse für Umbaumaßnahmen oder Neubauten beantragen, die die technischen Standards heben und den Kinogenuss für die Zuschauer erhöhen.
Ziel dieser Förderung ist es, langfristig die Vielfalt der Kinolandschaft in NRW zu erhalten. Nur eine vielfältige Kinoszene garantiert auch eine Programmvielfalt, in der deutsche und europäische, Kinder- und Jugendfilme nicht zu kurz kommen. Kinobetreiber, die auf ihren Leinwänden nicht nur Mainstream-Ware aus Hollywood zeigen, zeichnet die Filmstiftung einmal im Jahr mit dem Kinoprogrammpreis NRW aus.
Das aktuelle Erfassungsprogramm (Excel) erhalten Sie hier rechtzeitig zum downloaden.
Es ist nur scheinbar ein Widerspruch, wenn die Filmstiftung auch Zusatzkopien von erfolgreichen Kassenschlagern aus der Traumfabrik Hollywood finanziert. Mit diesen Kopien können auch Kinos in länd-lichen Regionen schon kurz nach dem Bundesstart beliefert werden, um die Abwanderung des Publikums in die Kinocenter der Großstädte abzufangen. Vielen Kinos ermöglichen diese Maßnahmen, dem starken Konkurrenzdruck standzuhalten.
Seminare und Kurse, wie der Fernstudiengang "Der Filmtheaterkaufmann" und das Seminarprogramm "Seminare für die Filmtheaterwirtschaft" in denen Kinobetreiber lernen, ihre Filmtheater erfolgreich zu managen, tun ihr Übriges. In vielen Gemeinden sind es die Kinos, die auch nach Geschäftsschluss die Menschen in die Innenstädte locken. Attraktive Kinos sind eine reelle Chance, die Verödung der Fußgängerzonen nach Ladenschluss zu stoppen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Filmstiftung NRW gemeinsam mit dem Stadtentwicklungsministerium des Landes die Kinoinitiative NRW ins Leben gerufen. Hier entwickeln Kinobetreiber, Stadtplaner und Architekten Konzepte, wie sie ihre Innenstädte mit Hilfe der Filmtheater beleben können.
Wer kann gefördert werden?
Förderung können Kinobetreiber erhalten, die in NRW ein Filmtheater betreiben. Vorrangig gefördert wird der Umbau und die Neuerrichtung von Kinos, deren Betreiber sich mit diesem oder anderen Kinos durch ein Programm ausgezeichnet haben, in dem der deutsche und europäische Film angemessen berücksichtigt wurde.
Wie wird gefördert?
Einzureichen ist ein Antrag in 4-facher Ausfertigung. Die Anträge können Sie hier herunterladen.
Wie hoch ist die Förderung?
Die maximale Fördersumme beträgt 100.000 Euro, dabei sollte der Eigenanteil des Kinobetreibers mindestens 50% betragen.
Sonstige Bedingungen?
Die Förderung muss für den Kinobetreiber von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung sein.