Grimme- und Fernsehpreisträger Jo Baier („Der Laden“, „Stauffenberg“) dreht zurzeit in den MMC Studios in Köln-Ossendorf sein historisches Drama „Henri Vier“. Dort wurde der Film heute der Presse vorgestellt. Am Set mit dabei waren Regisseur Jo Baier, Produzentin Regina Zieg- ler, Michael Schmid-Ospach (Geschäftsführer der Filmstiftung NRW) und Gebhard Henke (Leiter Fernsehfilm und Unterhaltung des WDR) sowie ein großer Teil der Hauptdarsteller. Die aufwändige Produktion mit einem Budget von über 18 Millionen Euro wird an 26 von 79 Drehtagen in Nordrhein-Westfalen gedreht.
Michael Schmid-Ospach sagte am Set in Köln, "Henri Vier" entspreche genau dem "Grundgesetz" der Filmstiftung NRW: Er sei "kulturell, wirtschaftlich und interessant".
„Henri Vier“ basiert auf dem zweibändigen Roman „Henri Quatre“ von Heinrich Mann. Der Film ist damit neben „Die Buddenbrooks“, der basierend auf dem gleichnamigen Roman von Thomas Mann ab dem 25. Dezember in den deutschen Kinos zu sehen ist, bereits die zweite große Mann-Verfilmung des Jahres. Produzentin Regina Ziegler erwarb die Rechte an dem Stoff bereits im Jahr 2001. Sieben Jahre hat es allerdings gedauert, bis das außergewöhnliche Budget des Films aufgebracht war. Das Drehbuch schrieb Regisseur Jo Baier gemeinsam mit Cooky Ziesche. Es spielt im Frankreich des Jahres 1563: Protestanten und Katholiken kämpfen dort im Namen des Glaubens um Land und Macht.An der Spitze der Protestanten rüstet Henri von Navarra gegen Paris. Er kämpft nicht nur gegen die Katholiken, sondern auch gegen Katharina de Medici, die mächtige Rivalin seiner Mutter. Katharina bietet ihm die Hand ihrer Tochter Margot als Zeichen der Versöhnung. Die Hochzeit aber endet ineinem Blutbad. Henri überlebt die Bartholomäusnacht, wird jedoch im Louvre wie ein Gefangener gehalten. Erst nach vier Jahren gelingt ihm die Flucht. Er kämpft weiter und will das Feld nicht denen überlassen, die kein Gewissen haben und keine Menschlichkeit. Auf seinem Weg zum Thron wird er zu einem Monarchen, der sich als einer der ersten einen wahren Humanisten nennen darf.
Für „Henri Vier“ konnte Jo Baier ein hochkarätiges Ensemble gewinnen. Die Titelrolle spielt der junge Franzose Julien Boisselier, der im letzten Jahr mit dem Lumiere Award ausgezeichnet wurde. In weiteren Rollen werden Karl Markovics(„Die Fälscher“), Joachim Król („Der Bewegte Mann“), Ulrich Noethen („Ein fliehendes Pferd“), Andreas Schmidt („Sommer vorm Balkon“), Wotan Wilke Möhring(„Hardcover“), der junge katalanische Schauspieler Roger Casamajor(„El Laberinto del fauno“), Armelle Deutsch („Le malade imaginaire“), Chloe Stefani („Marquise de Pompadour“), Hannelore Hoger („Bella Block“), Devid Striesow („Die Fälscher“), Gabriela-Maria Schmeide („Halbe Treppe“),Christine Urspruch(„Sams“), Sven Pippig („Vier Minuten“) und Sandra Hüller („Requiem“) zu sehen sein.
Der Film wird produziert von der Berliner Ziegler Film. Koproduzenten sind GETEVE (Frankreich), das Institut del Cinema Catalá/ICC(Katalonien), Wega Film (Österreich), die ARD-Sender WDR, BR, SWR, MDR, NDR, ORF und die DEGETO, France 2, sowie die B. A. Produktion GmbH der Arri Group und die Magic Media Company/MCC. Die Filmstiftung NRW förderte Drehbuch und Produktion mit insgesamt gut 2,6 Millionen Euro.
Die Dreharbeiten von „Henri Vier“ sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, gedreht wurde neben Köln auch in Frankreich und Tschechien. Central Film bringt den Film 2009 in die deutschen Kinos. Den Weltvertrieb wird Bavaria International übernehmen.
Wer in Frankreich König sein wollte, musste in paris den Thron besetzen. Aber die Pariser duldeten keinen protestantischen König. Henri (Julien Boisselier) gab deshalb seinen Glauben auf und kon- vertierte zum Katholizismus.