Film- und Medienstiftung NRW fördert 30 Projekte mit über 3 Mio. Euro

Film- und Medienstiftung NRW fördert 30 Projekte mit über 3 Mio. Euro, darunter die neuen Filmprojekte von Nanouk Leopold, Wim Wenders, Roger Spottiswoode und David Sieveking. Außerdem wird die Wiedereröffnung des Kölner Filmpalastes unterstützt.

Düsseldorf, 03. September 2015. In ihrer 152. Sitzung förderte die Film- und Medienstiftung NRW 30 Projekte mit 3 Mio. Euro. Der US-amerikanische Regisseur Roger Spottiswoode, der bereits einen Bond realisierte und für den Emmy nominiert war, verfilmt das Unglück der Costa Concordia. Die Postproduktion von Wim Wenders neuster Peter Handke-Verfilmung wird ebenfalls gefördert. Und in Köln wird die Wiedereröffnung des legendären, von Wilhelm Riphahn erbauten Filmpalast unterstützt.

Spielfilm

  • Als der 15jährige Cobain erfährt, dass seine drogensüchtige Mutter wieder schwanger ist, versucht er vergeblich sie zum Entzug zu überreden. Als Mia jede Hilfe von ihm verweigert, versucht er seinen Bruder zu retten. Martijn Lakemeier spielt „Cobain“, Naomi Velissariou und Bruno Vanden Broecke übernehmen weitere Rollen für Regisseurin Nanouk Leopold. (Produktion: Coin Film, 180.000 Euro)
  • Basierend auf Angela Sommer-Bodenburgs Kinderbuchreihe verfilmen Richard Claus und Karsten KiillerichRüdiger der kleine Vampir“ als 3D Animationsfilm. Der 13jährige Vampir Rüdiger und der gleichaltrige Anton werden Freunde und retten u. a. die Vampirfamilie vor einem gefürchteten Vampirjäger. (Produzent: Rothkirch Cartoon-Film, Comet Film, 83.742 Euro)
  • Wim Wenders hat Peter Handkes Theaterstück „Die schönen Tage von Aranjuez“ verfilmt. Das Stück, in dem ein Mann und eine Frau über Männer und Frauen reden, ist aus dem Jahr 2012. Reda Kateb und Sophie Semin standen vor der Kamera. Die Filmstiftung unterstützt die Postproduktion. (Produktion: Neue Road Movies, 50.000 Euro)

Fernsehfilm

  • In der Nacht zum 13. Januar 2012 kollidierte das Kreuzfahrtschiff „Costa Concordia“ vor der italienischen Mittelmeerinsel Giglio mit einem Felsen. Das Schiff mit mehr als 4200 Menschen an Bord war manövrierunfähig vor der Insel. 32 Menschen verloren ihr Leben bei dem Unglück. Regisseur Roger Spottiswoode verfilmt das Drama für RTL zu großen Teilen in NRW. Katharina Wackernagel, Florian Teichtmeisters und Steve Windolf stehen vor der Kamera. (Produzent: Zeitsprung Pictures, 1,5 Mio. Euro)

Dokumentarfilm

  • Als David Sievekings das erste Mal Vater wird, müssen seine Partnerin und er sich entscheiden, wie sie mit den Impfungen der gemeinsamen Tochter umgehen. Seine Liebste ist strikt dagegen, einige Ärzte ebenso, andere Ärzte raten dringend zu umfassenden Impfungen. Dann bricht eine Masern-Epidemie aus. Nun erwartet das Paar sein zweites Kind und muss sich wieder entscheiden. In „Eingeimpft“ kann man ihre Entscheidung verfolgen.  (Produzent: Lichtblickt Film, 140.000 Euro)
  • In ihrem gemeinsamen Debüt „Unsichtbare Helden“ begleiten die beiden KHM-Absolventinnen Johanna Sunder-Plassmann und Tama Tobias-Macht fünf obdachlose Frauen und Männer in Köln. Die Portraitierten geben Einblick in ihr Leben auf der Straße und erzählen ihre Geschichten. Die vermeintlich gescheiterten Existenzen sind echte Überlebenskünstler und Helden. (Produzent: unafilm, 150.000 Euro)
  • Den kulturellen Zusammenprall zwischen arabischer und westlicher Welt zeigen Johanna Domke und Marouan Omara in „Dream Away“. In Sharm El Sheikh, der surrealen Touristenhochburg, wird das Dilemma junger Ägypterinnen und Ägypter besonders deutlich. (Produktion: Monokel, 80.000 Euro)

Drehbuch

  • Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung und das auch für den kleinen Gaylord, der in einer Drei-Generationen-Familie aufwächst. Jonas Grosch adaptiert den Klassiker neu. (Produktion: Westside, 20.000 Euro)
  • Die Adaption der Kinderbuchreihe „Die Chaosschwestern von Dagmar H. Müller über die vier Martinischwestern übernehmen Ursula Gruber und Sigrun de Pascalis. (Produktion: Karibufilm, 20.000 Euro)
  • ifs-Absolvent und Studenten Oscar-Gewinner Elmár Imánov schreibt „Restless“, die Geschichte von Bernard, der versucht seine Hilflosigkeit angesichts der Krankheit seines Vaters zu überwinden. (Produktion: Color of May, 20.000 Euro)
  • Florian Caspar Richter und Rainer Niermann adaptieren das Musical „Elisabeth“. Beide sind ebenfalls ifs-Absolventen. (Produzent: Propeller Film, 20.000 Euro)
  • In dem idyllischen Dorf von Charly gibt es genug freien Wohnraum und so kommen einige syrische Flüchtlinge dorthin. Levin Hübner und Stefan Gustav Zinke schreiben den satirischen Heimatfilm „Heimat Calling, 112“. (20.000 Euro)
  • In „Rattennest“ von Zsazsa von Ammon will die erfolgreiche Nachwuchs-Architektin Lisa das Haus ihres Großvaters renovieren. Doch einige Menschen wollen das um jeden Preis verhindern. (20.000 Euro)
  • KHM-Absolventin Valerie Heine erzählt in „Starfish“ die Geschichte von Alba, die in einem DDR-Kinderheim aufwuchs und im Leben nur sich selbst vertraut. (10.000 Euro)

Vorbereitung

  • In „Pettersson und Findus 3 ist der Kater Findus schon wesentlich selbständiger geworden und Pettersson fragt sich, ob er tatsächlich eines Tages groß genug ist, um in die weite Welt zu ziehen. Thomas Springer adaptiert wieder die erfolgreichen Bücher. (Produktion: Tradewind Pictures, 55.000 Euro)
  • Jean-Pol Fargeau, Claire Denis, Zadie Smith und Nick Laird schreiben „High Life“. Auf der Suche nach alternativen Energiequellen entsendet die Regierung Raumschiffe. Da kaum Hoffnung auf Rückkehr besteht, bietet man hochqualifizierten Häftlingen an, am Flug teilzunehmen und damit ihre Todesstrafen und langen Haftstrafen zu umgehen. (Produzent: Pandora Film, 50.000 Euro)
  • In „Es war einmal“ wünscht sich die kleine Nora nichts mehr als der Wirklichkeit zu entfliehen. Plötzlich steht die Zukunft aller Märchen auf dem Spiel. Stefan Kolditz und Laila Stieler schreiben das Drehbuch. (Produzent: Little Dream Entertainment, 35.000 Euro)
  • Die Dokumentarfilmer Ulrike Franke und Michael Loeken unternehmen in „We are all Detroit – Vom Bleiben und Verschwinden“ ein Reise durch Bochum und Detroit, die nach dem Wegfall der Autoindustrie beide vor gigantischen Herausforderungen stehen. (Produzent: Filmproduktion Loeken Franke, 34.000 Euro)

Verleih

  • Ab 22. Oktober ist die Komödie „Macho Man“ um den Softie und Frauenversteher Daniel in den Kinos. (Verleih: Universum, 125.000 Euro)
  • Seit 20. August ist die Romanverfilmung „Boy 7“ in den Kinos zu sehen. (Verleih: Koch Media, 40.000 Euro)
  • Ab 12. November gelingt es in „Atomic Falafel“ zwei jungen Frauen einen Atomanschlag zu verhindern. (Verleih: Movienet, 35.000 Euro)
  • Ab 26. November ist die schwarzhumorige Komödie „Sex & Crime“ zu sehen. (Verleih: Camino, 35.000 Euro)
  • In „Democracy – Im Rausch der Daten“ werden fünf Personen begleitet, die in unterschiedlichen Positionen an der Entstehung eines EU-Datenschutzgesetztes mitwirken. Ab 5. November im Kino. (Verleih: Farbfilm, 20.000 Euro)
  • Der Schweizer-Kandidat für den Auslands-Oscar „Iraqi Odyssey“ ist ab 24. September in den deutschen Kinos zu sehen. (Verleih: NFP, 20.000 Euro)
  • Family Business ist ab 28. Januar 2016 in den Kinos zu sehen. (Verleih: RFF – Real Fiction Film, 15.000 Euro)                                                        

Kino

  • Wiedereröffnet wird der Filmpalast in Köln. Das lange Zeit größte Filmtheater Westdeutschlands wurde von Wilhelm Riphahn erbaut. Geplant sind 8 Säle mit 1.400 Plätzen. (Cineplex Filmpalast Köln, 100.000 Euro)
  • Modernisiert und eine neue Tonanlage erhält das Filmtheater Winterberg (90.000 Euro), das CinemAhlen in Ahlen erhält eine neue Bestuhlung (24.000 Euro) ebenso wie das Metropolis in Köln (13.000 Euro). Neue Sanitäranlagen erhält das Capitol in Kerpen (2.700 Euro).

Die vollständigen Förderergebnisse entnehmen Sie bitte der Fördertabelle.

Neues Mitglied in der Förderjury der Film- und Medienstiftung NRW ist Stephan Brüggenthies, entsandt von der LfM.

Mit Stichtag des nächsten Einreichtermins am 17.09.2015 stellt die Film- und Medienstiftung NRW die Beantragung für Förderung in allen Förderarten auf ein digitales Verfahren um. Die in der Pilotphase eingeführte Vorgehensweise wird dabei weitgehend beibehalten. Die genauen Informationen zum Verfahren finden Sie auf unserer Website im Bereich Förderung.

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